Das Wappen der Staufer, erstmals um 1220 als Wappen von König Heinrich (VII.) belegt, wurde im 16. Jahrhundert zum Wappen des Schwäbischen Reichskreises.
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Das Herzogtum Schwaben, das im 10. Jahrhundert entstand, bestand rund 350 Jahre bis zum Niedergang der Stauferdynastie um 1250. Mit ihrem Ende zerfiel auch die politische Einheit des Herzogtums. Diese Entwicklung markiert zugleich das Ende der großen Stammesherzogtümer im Heiligen Römischen Reich.
Die Zeit danach war geprägt von einer zunehmenden territorialen Zersplitterung im südwestdeutschen Raum. Kaum eine Region im Reich war politisch so stark fragmentiert wie das Gebiet des ehemaligen Herzogtums Schwaben. Zahlreiche Grafen, Reichsstädte, geistliche Territorien und kleinere Herrschaften teilten sich die Macht.
Erst mit dem Beginn der Neuzeit stabilisierten sich viele dieser Strukturen. Bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1806, im Zuge der napoleonischen Umwälzungen nach der Französischen Revolution, blieb die territoriale Struktur der Region weitgehend bestehen.
Zum Gebiet des ehemaligen Herzogtums gehörten bedeutende Territorien wie die Grafschaft Württemberg, die Markgrafschaft Baden sowie große Teile von Vorderösterreich. Im späten Mittelalter schlossen sich zahlreiche schwäbische Reichsstände noch einmal im Schwäbischen Bund (1488–1534) zusammen, einem wichtigen politischen und militärischen Bündnis zur Sicherung des Landfriedens.
Die historischen Wurzeln des Herzogtums reichen bis in das Jahr 911 zurück, dem Todesjahr von Ludwig dem Kind, dem letzten ostfränkischen Karolinger. In diesem Jahr wurde Konrad I., zuvor Herzog von Franken, zum deutschen König gewählt.
Andere historische Deutungen setzen die eigentliche Entstehung des Herzogtums jedoch erst um 915 an, als sich eine stabile herzogliche Herrschaft herausbildete. Die Jahre dazwischen waren von heftigen Machtkämpfen zwischen alamannischen und rätischen Adelsgeschlechtern geprägt.
Das Herzogtum Schwaben ging aus dem älteren Stammesherzogtum Alamannien hervor. Dieses entstand nach der Eingliederung des alamannischen Stammesgebietes in das Frankenreich im 6. Jahrhundert und wurde nach einem Aufstand im Jahr 746 endgültig zerschlagen.



