Wenn die Seebühne zur größten Opernprobe Vorarlbergs wird
Singalong am See
Wenn die Seebühne zur größten Opernprobe Vorarlbergs wird
Zum 80 jährigen Jubiläum der Bregenzer Festspiele wagen die Festspiele einen ebenso mutigen wie charmanten Schritt: Sie laden die Menschen ein, selbst Teil des Geschehens zu werden. Nicht als Publikum, sondern als Chor.
Am 1. August wird die berühmte Seetribüne zur offenen Bühne für alle, die Lust haben zu singen. Beim „Singalong am See“ erklingen gemeinsam bekannte Opernklassiker wie Nabucco, Carmen oder La traviata. Ganz bewusst ohne Schwellenangst: Ob Profi oder Hobbysänger, ob Chorerfahrung oder einfach Freude an Musik – mitmachen kann jede und jeder.
Damit sich niemand unvorbereitet fühlt, stellen die Festspiele auf ihrer Website Notenmaterial und Audiofiles zur Verfügung. Wer tiefer einsteigen möchte, kann sich zusätzlich für das „Meet & Sing“ am 9. Mai anmelden. Dabei handelt es sich um einen kostenlosen Probentag mit professioneller Anleitung – ein Angebot, das zeigt, wie ernst es den Festspielen mit dem Gedanken der Teilhabe ist.
Gerade in einer Zeit, in der Hochkultur oft als elitär wahrgenommen wird, setzt dieses Format ein starkes Zeichen. Oper verlässt den Zuschauerraum und wird gemeinsames Erlebnis. Die Seebühne, sonst Bühne für große Inszenierungen, wird zum Ort des Miteinanders – getragen von Stimmen, nicht von Kulissen.
Für die Region ist das mehr als ein Jubiläumsprogrammpunkt. Es ist ein kulturelles Statement: Die Bregenzer Festspiele sind nicht nur internationales Aushängeschild, sondern auch fest in der Region verwurzelt. Wer am Bodensee lebt oder Urlaub macht, ist eingeladen, Teil dieser Geschichte zu werden – hörbar, sichtbar und spürbar.
Ein Sommerabend, ein See, tausende Stimmen.
Mehr Bodensee geht kaum.
ReGü Redaktion Heimatsee
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